Direct Pipe®
Direct Pipe® ist eine Kombination aus dem Verfahren Microtunnelling und dem HDD-Verfahren
und wurde von SONNTAG erstmals weltweit angewendet.
Ein vor Vortriebsbeginn komplett vorgefertigtes Stahlrohr wird in der gesamten Presslänge
hinter der Rohrpresse, dem sogenannten Pipe Thruster, ausgelegt.
Das an eine konventionelle Microtunnelling-Maschine angeschweißte Stahlrohr wird
mit der Klemmeinheit des Pipe Thrusters umfasst und in den Baugrund in Richtung
Zielgrube vorgetrieben. Die für den Betrieb der Microtunnelling-Maschine notwendigen
Ver- und Entsorgungsleitungen werden vorab in der vorgefertigten Stahlröhre installiert.
Das bewährte Kreiselkompasssystem in Kombination mit einer elektronischen Schlauchwasserwaage sorgt
für ein punktgenaues Erreichen der Zielbaugrube.
Vorteile gegenüber dem Microtunnelling-Verfahren:
- Die eigentliche Vortriebszeit wird durch den Wegfall der zeitintensiven Koppelvorgänge einzelner Rohrschüsse erheblich reduziert.
- Im Falle von unüberwindbaren Hindernissen kann die Vortriebsmaschine samt dem Rohrstrang
komplett zurückgezogen werden.
Vorteile gegenüber dem HDD-Verfahren:
- Das eigentliche Produktrohr (z. B. Gaspipeline) kann direkt vorgepresst werden.
Das vorherige Vortreiben eines Schutzrohres entfällt.
- Lediglich der Ringspalt zwischen Produktrohr und Bohrlochwandung ist mit Bentonit
gefüllt (beim HDD-Verfahren muss das komplette Bohrloch mit Bentonit gefüllt werden).
Im Bereich der Zielgrube ist ein Minimum an Platzbedarf notwendig.
Infolge der genauen Vortriebsvermessung wird die geplante Trasse zentimetergenau
eingehalten.
Der aufgefahrene Tunnelquerschnitt wird permanent durch die Vortriebsmaschine bzw.
dem Produktrohr inklusive „Bentonitmantel“ gestützt.